Wie wählt man Kinderhausschuhe in der richtigen Größe? Wir zeigen, wie Sie den Kinderfuß zu Hause messen und worauf Sie bei Barfuß-Hausschuhen achten sollten.
Bei Hausschuhen für Kinder geht es oft nur um Farbe, ein verlockendes Muster oder den niedrigen Preis. Die tatsächliche Größe, die Form und der Platz für die Zehen bleiben außen vor, dabei verbringen Kinder mehrere Stunden am Tag darin. Gemeinsam mit der Bewegungstrainerin Klára Rampáčková, die im Rahmen ihres Präventionsprogramms Mit gesundem Schritt voran Kindergärten in ganz Tschechien besucht, haben wir uns angesehen, warum die Auswahl wichtiger ist, als es scheint, und worauf man dabei achten sollte.
Bei ihren Besuchen in Kindergärten beobachtet Rampáčková die Bewegungsmuster, die Haltung und die Fußfunktion der Kinder - dazu gehört meist auch ein Blick auf die Schuhe, die die Kinder in der Gruppe tragen. Aus eigener Erfahrung schätzt sie, dass sie schlecht sitzende Hausschuhe bei bis zu 80 % der Kinder sieht. Wie sie selbst ergänzt: „Das ist kein Ergebnis einer wissenschaftlichen Studie, sondern meine wiederholte Beobachtung“ in den Kindergärten, die sie besucht.
Am häufigsten begegnet ihr, dass die Hausschuhe des Kindes komplett auf Kante sitzen, ohne die nötige Zugabe. Genauso ein Problem ist das andere Extrem, wenn die Schuhe viel zu groß sind.

Der Kinderfuß entwickelt sich noch, deshalb sind schlecht sitzende Hausschuhe nicht nur eine Frage des Komforts. Zu kleine oder zu schmale Hausschuhe drücken die Zehen zusammen und schränken ihre natürliche Bewegung ein; über längere Zeit getragen schaffen sie ungünstige Bedingungen für die Fußfunktion und können zu Fehlstellungen der Zehen beitragen.
Das Gegenteil kann ebenfalls ein Problem sein. Eltern wählen manchmal eine größere Größe in der Hoffnung, dass sie länger hält - dann aber halten die Schuhe nicht am Fuß, rutschen an der Ferse heraus und der Fuß verschiebt sich darin. Das Kind hält sie unbewusst mit den Zehen fest oder verändert seinen Gang, damit sie nicht herunterfallen. Der Gang wird unsicherer und das Kind stolpert häufiger.
Wie wählt man also Hausschuhe, die den Kinderfuß schützen, ohne ihn einzuengen? Das ideale Paar sollte:
Wichtig ist auch die Zugabe - der Abstand zwischen dem längsten Zeh und der Schuhspitze, bei Kindergartenkindern meist etwa 7 bis 12 mm, je nach Alter, Stabilität und Machart des Schuhs.
Gut geeignet sind leichte, atmungsaktive Hausschuhe mit angemessen biegsamer Sohle. Nicht empfehlen kann Rampáčková dagegen weiche „Plüsch“-Hausschuhe, in denen der Fuß schlecht hält und mehr schwitzt, ebenso wenig Modelle mit Absatz oder schmaler Spitze. Häufig sind in Kindergärten auch Turnschuhe - als Ganztagsschuh hält sie diese aber nicht für ideal, vor allem wenn sie schwer, wenig biegsam und nicht atmungsaktiv sind.
Eltern interessieren sich immer mehr für Kinderschuhe, und in den Kindergärten sieht man deshalb immer mehr Barfuß-Hausschuhe und Modelle mit geräumiger, anatomisch geformter Zehenbox. Viele Eltern wählen sie in der Überzeugung, dass sie für den Kinderfuß automatisch die beste Wahl sind.
Aber auch Barfuß-Hausschuhe müssen dasselbe erfüllen wie oben beschrieben - sie müssen zu Länge, Breite, Form des Fußes und zur Risthöhe passen. Die Bezeichnung “barefoot” allein garantiert gar nichts; entscheidend ist, ob sie dem Kind gut sitzen und ihm eine natürliche, sichere Bewegung ermöglichen.

Genaues Messen ist die Grundlage - ein Schuh wird nämlich nicht nach Alter oder nach der Nummer vom letzten Jahr gekauft, sondern nach der aktuellen Länge und Breite des Fußes. Gehen Sie so vor:

Bei Vorschulkindern messen Sie die Füße etwa alle zwei bis drei Monate nach, denn in diesem Alter wachsen sie ungleichmäßig.
Sie sind sich immer noch unsicher? Am zuverlässigsten bleibt der Besuch in einem Geschäft für Kinderschuhe, wo der Fuß vermessen wird und man Ihnen bei Form und Größe hilft.

Wenn Sie Barfuß-Hausschuhe ausprobieren möchten, hier ein Tipp direkt von uns: die Kinderhausschuhe der tschechischen Marke RAYVE.
RAYVE Hausschuhe haben eine feste Fersenkappe, eine breite Spitze und eine anatomische Form, sie schließen mit Klett, damit Kinder sie allein anziehen können, und sie passen Kindern mit schmalerem Fuß, höherem Rist und schmaler Ferse. Es gibt sie auch in verspielten Mustern mit Einhörnern, Kätzchen oder Autos.
Für Kinder mit normal hohem Rist sind die klassischen RAYVE SLIPPERS mit Textilriemen und Klett gedacht. Das Modell RAYVE SLIPPERS ELASTIC hat zusätzlich ein breites eingenähtes Gummiband über dem Rist in Kombination mit Klett und passt sich dadurch niedrigem wie hohem Rist besser an.
Neu von RAYVE ist das Modell JOY, das für Kinder mit breiterem Fuß gemacht ist. Es hat außerdem einen robusten Zehenschutz und eine schalenförmige Sohle, hält also Abrieb und täglichem Tragen besser stand. Die Hausschuhe gibt es in mehreren Farbvarianten mit verschiedenen Mustern, da findet jedes Kind etwas.
Auch hier gilt, was Klára Rampáčková rät: Entscheidend ist immer, wie das konkrete Paar sitzt - am konkreten Fuß Ihres Kindes, idealerweise durch Messen oder Anprobieren überprüft.
Kinder tragen Hausschuhe jeden Tag über viele Stunden, deshalb verdienen sie dieselbe Aufmerksamkeit wie Straßenschuhe. Am sichersten ist es, die Füße zu messen und die Schuhe mit dem Kind anzuprobieren, statt sich auf eine Schätzung nach Alter oder auf die Zahl auf dem Karton zu verlassen. Die richtige Größe und Form sind nämlich kein zusätzliches Detail, sondern die Grundlage dafür, dass sich der Fuß so entwickeln kann, wie er soll.
Der Artikel entstand in Zusammenarbeit mit Klára Rampáčková, einer Bewegungstrainerin mit Schwerpunkt auf Kindern im Vorschul- und frühen Schulalter. Sie ist Autorin des Präventionsprogramms Mit gesundem Schritt voran, mit dem sie Schulen in ganz Tschechien besucht, und unter der Marke Instruktorka pohybu klärt sie über Bewegung, Haltung und Fußfunktion bei Kindern auf.