Auswahl und Pflege von Schuhen
Nubuk, Velours, Wildleder, veganes Leder, Baumwolle, Leinen. Schauen wir uns alle Materialien, die für Barfußschuhe verwendet werden, einmal ganz genau an.
Oft hören wir die Frage, warum Barfußschuhe so teuer sind. Hinter dem höheren Preis steckt zu einem großen Teil ehrliche Handarbeit und echte Manufakturarbeit, die viele Stunden dauert. Bevor die Schuhe an deinen Füßen landen, gehen sie im Herstellungsprozess – zum Beispiel bei der Marke Angles – durch die Hände von bis zu zehn Menschen. Doch auch die Materialien spielen dabei eine große Rolle.

Alle Hersteller dieser Barfuß-Schönheiten wählen Premiumqualität und idealerweise lokale Quellen, damit sie hinter ihren Schuhen sowohl in Sachen Qualität als auch in der Markenphilosophie stehen können. Und du weißt selbst: Auf Ökologie und Nachhaltigkeit achten Barfußschuh-Hersteller wirklich sehr.

Hast du dich schon einmal gefragt, warum das Leder an deinen Schuhen eigentlich so perfekt ist? Ohne Pigmentflecken, Insektenstiche und ähnliche kleine Makel? Das liegt daran, dass bei der Auswahl der Qualität und des richtigen Lieferanten extrem genau hingeschaut wird. Leder ist nicht gleich Leder – und bei Leder, das für Schuhe vernäht wird, gilt das erst recht. Schließlich sollen die Schuhe lange halten und möglichst lange wie neu aussehen.

Nicht, um Material zu sparen – im Gegenteil: Dadurch werden die Eigenschaften verbessert und das Leder wird geschmeidiger und weicher, also anpassungsfähiger für den Fuß. Deshalb sollte man jedes für Schuhe verarbeitete Leder in der richtigen Schuhmacher-Sprache als Schuhleder bezeichnen. Schuhleder ist ein fester, elastischer und widerstandsfähiger Werkstoff, der gleichzeitig leicht und atmungsaktiv ist – perfekte und sehr gewünschte Voraussetzungen für Schuhe. Auch Schuhleder gibt es in mehreren Varianten: klassisches glattes Glanzleder, Nubuk, Velours und Wildleder. Schauen wir sie uns genauer an.

So stellen es sich die meisten von uns sofort vor: ein Obermaterial, das absolut glatt ist, also ohne Flor. Bei der Verarbeitung wird es häufig gewachst – und Wachsen reicht für die Pflege völlig aus. Deshalb ist es ein sehr beliebtes Material, besonders für Schuhe. Lederschuhe aus Glattleder (und auch andere Lederprodukte) sind pflegeleicht, widerstandsfähig gegen Kratzer und auch gegen Feuchtigkeit. Aus perfekt ausgewähltem Leder fertigen Barfußschuhe zum Beispiel die Marken Angles, Groundies, Saltic, Be Lenka oder Camper.
Schon der klangvolle Name Nubuk verrät, dass es sich um eine besonders edle Lederart handelt. Es zeichnet sich durch seine Feinheit, Geschmeidigkeit, aber dennoch perfekte Festigkeit und – vielleicht überrascht dich das – auch durch eine hervorragende Atmungsaktivität aus. Nubuk wird auf der Narbenseite geschliffen, dadurch bleiben kurze Fasern auf dem Material. Der Flor ist niedrig und manchmal mit bloßem Auge kaum zu erkennen. Nach einer Wachspflege kann Nubuk leicht mit Glattleder verwechselt werden. Die Herstellung ist relativ aufwendig, deshalb sind Produkte daraus oft eher exklusive Stücke – wie zum Beispiel die Kollektion Kinderschuhe der Marke Pegres.

Nubuk wird oft mit Wildleder verwechselt. Wildleder hat jedoch einen deutlich längeren Flor, auf dem nach Berührung dunklere Spuren zurückbleiben. Wildleder und Nubuk haben einen großen Nachteil: Sie sind empfindlich gegenüber Wasser und Feuchtigkeit. Kommen diese Materialien mit Wasser in Kontakt, dunkeln sie sehr wahrscheinlich nach. Auf dem Schuh können so Flecken entstehen, die ihm im positiven Sinne mehr Charakter verleihen – im negativen Sinne aber den perfekten Look stören. Das lässt sich jedoch lösen: Für Nubuk und Wildleder bekommst du spezielle Radiergummis und Bürsten, die schonend sind und solche Flecken entfernen können.

Velours ist ein echtes Arbeitstier unter den Ledern. Es ist auf der Fleischseite geschliffenes Leder und sein Flor bleibt an der Oberfläche, wodurch die Oberfläche sichtbar – und fühlbar – „flauschig“ wirkt. Es ist weniger anfällig für Wischspuren durch Berührung als Nubuk, deshalb ist es oft beliebter, häufig auch bei Herstellern von Arbeitszubehör und -schuhen. Unter den Barfuß-Designern hat es sich die Marke Saltic aus Zlín in der Kollektion Fura besonders angetan.
Wusstest du, dass das Leder, das für die Schuhproduktion verwendet wird, eigentlich ein Nebenprodukt der Rindfleischverarbeitung ist? Dank deiner Schuhe landet es nicht in der Verbrennung, sondern wird fast bis zum letzten Stück genutzt.

Die Zeiten von geschmacklosen synthetischen Lederimitaten sind längst vorbei. Heutige Alternativen kopieren natürliche Lederarten meisterhaft und bieten oft sogar bessere Eigenschaften. Sie können widerstandsfähiger sein (gegen Mikroorganismen, aber auch gegen andere Einflüsse), es gibt sie in einer riesigen Farbpalette, und durch verschiedene Materialkombinationen werden bei der Entwicklung die Bedingungen für ideale Schuhe – wie Geschmeidigkeit und Atmungsaktivität – immer weiter optimiert.

Natürlich ist der Gedanke enorm wichtig, dass für diese Schuhe kein Lebewesen sein Leben lassen musste. Insgesamt sollte der Einsatz von veganem Leder so umweltschonend wie möglich sein – von der Herstellung bis zur Entsorgung. Genau daran halten sich Hersteller veganer Barfußschuhe sehr konsequent. Schuhe aus hoch strapazierfähiger Lederimitation findest du zum Beispiel bei der Marke CRAVE. Mit der Reihe VEG punktet auch Saltic. Unser veganes Barfuß-Menü findest du auf unserer Website in der Unterkategorie Vegane Schuhe. Jedes Modell mit veganer Basis ist bei uns speziell mit einem grünen „vegan“-Kreis gekennzeichnet. Mehr dazu haben wir im Artikel Können Barfußschuhe vegan sein? ausführlicher beschrieben.
„Ich näh mir, näh mir Schuhchen – für trocken und für nass.“ Das gilt für Textilschuhe eher nicht. Ihr ideales Klima ist natürlich ein trockenes Frühjahr, der Sommer und ein wärmerer Herbst. Vor Winterkälte schützen sie dich nicht besonders – dafür wirst du im Sommer von der Atmungsaktivität begeistert sein, genauso wie alle um dich herum, sobald du irgendwo die Schuhe ausziehst. Und die Wasserfestigkeit? Das ist knifflig. Aber auch das lässt sich lösen. Wusstest du, dass es sogar wasserdichte Socken gibt?
Von den Vorteilen von Leinenschuhen wusste schon Tomáš Baťa. Gerade leichte Schuhe aus Textilmaterialien – die sogenannten „Baťovky“ – waren das Schlüsselprodukt, das im Handumdrehen zum weltweiten Hit wurde. Und wunderst du dich? Musst du nicht: Textilschuhe bringen jede Menge Vorteile mit. Der Komfort, wenn der Fuß von Naturmaterialien umgeben ist und dazu der ideale Platz für die Zehen, spricht für sich – man muss es nur ausprobieren. Baumwolle ist oft ein ergänzendes Material zu synthetischen, also nicht rein natürlichen Materialien, zum Beispiel bei der Marke leguano. Das schmälert die Funktionalität aber nicht – im Gegenteil.

Synthetische Textilmaterialien haben ihren ganz eigenen Reiz – vor allem Atmungsaktivität, Wasserfestigkeit und Leichtigkeit. Du ahnst es: ideal für Sportschuhe, aber nicht nur dafür. Diese federleichten Schönheiten machen im Büro, beim Waldspaziergang und in der Stadt genauso eine gute Figur wie beim Training. Begriffe wie Softshell, Polyester oder Nylon hast du sicher schon einmal gehört. Genau diese Materialien bilden die Basis für textile Barfußschuhe von Marken wie Xero Shoes oder leguano. Bei Polyester wird häufig Material aus recycelten PET-Flaschen verwendet. Es lebe das Recycling!

Am Anfang haben wir die richtige Schuhmacher-Sprache erwähnt – also bleiben wir dabei. Nicht „Sohle“; „Laufsohle“ ist das treffendere Wort. Eine Barfuß-Laufsohle ist eine Wissenschaft für sich. Für dich als Nutzerin oder Nutzer wirkt das vielleicht nicht so, aber Barfußsohlen müssen perfekte Eigenschaften erfüllen, wie Flexibilität, Abriebfestigkeit, Wasserfestigkeit, Anpassungsfähigkeit an den Untergrund und vieles mehr. Die Hersteller sind kompromisslos und arbeiten ständig daran, die Eigenschaften weiter zu verbessern. Die Marke leguano hat sogar einen komplett eigenen Typ entwickelt.

Das ist gar nicht so einfach. Im Sommer geht man anders als im Winter – das gilt sowohl für die Obermaterialien als auch für die Laufsohlen. An sonnigen Karibikstränden wäre eine Laufsohle mit Trekking-Eigenschaften überflüssig, die du dagegen beim Wandern auf Pfaden in den österreichischen Alpen zu schätzen weißt. Deshalb solltest du bei Schuhen für einen bestimmten Zweck nicht nur Optik und Maße prüfen, sondern auch, wie die Laufsohle aussieht.
Die meisten Marken steigen auf Schalensohlen um, die serienmäßig gefertigt werden und so einen gleichbleibenden Qualitätsstandard sichern. Ein weiterer Vorteil: Du kannst dich auf eine konstante Passform der gewählten Größe verlassen.

Ein Vorteil eines Barfußschuh-Schranks ist sicher: Du hast nicht allzu viele Paare – und kümmerst dich dafür umso mehr und regelmäßiger darum, damit sie möglichst lange halten. Die richtige Pflege ist nämlich das A und O. Auf unserer Website findest du bei jedem Schuh, aus welchen Materialien er besteht und welche Pflege er verdient. Grundsätzlich gelten diese Regeln:
Damit sind wir am Ende unserer ausführlichen Infos zu den Materialien, die in der Barfußschuh-Welt verwendet werden. Hoffentlich hast du Antworten auf all die Fragen gefunden, die dich bei der Wahl der perfekten Schuhe für deine Barfußfüße insgeheim beschäftigt haben. Wir wünschen dir eine glückliche Wahl bei der Suche – und einen leichten Schritt beim Gehen.
Wenn dich noch mehr interessiert, schau dir gern unsere weiteren Artikel an. Du kannst uns jederzeit schreiben. Oder komm in einem unserer naBOSo Stores vorbei – dort steht dir geschultes und unglaublich freundliches Personal zur Seite.

Wohin führen dich deine nächsten Schritte?

Sie befinden sich derzeit auf www.premiumbarefoot.at