Der Schlüssel zum Erfolg ist Vorbereitung. Von der Planung des Ausflugs über durchdachtes Packen, gute Kleidung und Schuhe bis hin zu genug Snacks, Getränken und Unterhaltung für unterwegs.
Die Sonne schaut jeden Tag ein bisschen länger vorbei, und das Thermometer klettert langsam nach oben. Das heißt nur eins: Die Ausflugssaison steht vor der Tür. „Ach, früher war das mit dem Ausflüge-Machen noch was anderes“, sagen viele, sobald Kinder da sind. Muss es aber gar nicht sein. Klar, mit Kindern sind Ausflüge anders – aber oft sogar noch lustiger. Vor allem, wenn ihr gut drauf seid, vorbereitet und passend ausgestattet. Und wie geht das? Genau dabei helfen wir dir in diesem Artikel.

Es gibt kein schlechtes Wetter – nur schlecht angezogene Ausflügler. Und bei Kindern gilt das erst recht. Gute Funktionsausrüstung ist die Basis. Ein Spruch, den man überall hört – und genau das zeigt: Da ist wirklich was dran.
Schuhe, auf die Verlass ist, die wasserdicht sind, nicht rutschen und bequem sind, sind das Fundament. Von Frühling bis Herbst passen in die Natur Sandalen, für Touren Wanderschuhe, in der Stadt leisten auch Ballerinas und Barfußschuhe selbst im Winter gute Dienste. Damit du dich wirklich auf deine Schuhe verlassen kannst, solltest du sie regelmäßig pflegen.
Ein leichter Rucksack mit Verstärkung – denn wir haben schließlich nur einen Rücken, und meistens schleppen wir dreimal so viel, wie wir wirklich brauchen. Kindern kannst du ein paar Dinge in ihren eigenen Rucksack packen. Ein kleiner Snack, etwas zu trinken und das Lieblingskuscheltier wiegen fast nichts – und sind trotzdem unbezahlbar.
Kleidung. Ein Kapitel für sich. Funktionskleidung springt uns heute aus jedem Prospekt und jeder Werbung entgegen. Sie ist so доступlich wie nie. Gleichzeitig lohnt es sich, bei der Auswahl nachzudenken: Welche Belastung kommt auf das Teil zu, was bringt es unserem Körper – und wie lange soll es halten und zuverlässig dienen? Das gilt für Erwachsene genauso wie für Kinder.
Kurz gesagt: Bei Funktionskleidung lohnt es sich nicht, zu sehr zu sparen. Für kühleres Wetter ist Merino ideal. Ein über Jahrhunderte bewährtes Material aus Schafwolle, das quasi „spürt“, wann es wärmen und wann es kühlen soll. Und ein riesiger Pluspunkt: Durch ein kleines Wunder der Natur nimmt es Gerüche erstaunlich gut auf – das schont deine Nase und die deiner Mitwandernden. Wenn du die Schäfchen schonen möchtest, ist Bambus eine vielseitige Alternative. Ähnlich wie Merino leitet er Feuchtigkeit super ab, kann wärmen oder kühlen, wenn es nötig ist, ist robust und dabei sehr angenehm zu tragen.
Für das Außenmaterial von Jacken und Hosen ist die klare Nummer 1 Softshell. Regen? Hält stand. Wind? Hält stand. Schrammen? Hält stand … einfach top. Als Alternative für kleine Rabauken, die sich gern in Pfützen und Matsch wälzen (also eigentlich für alle Kinder), eignen sich Gummihose und Regenjacke – die kannst du zu Hause einfach unter die Dusche halten, notfalls gleich zusammen mit dem Nachwuchs.

Eltern kleiner Abenteurer empfehlen, den Kleiderschrank mit der bewährten finnischen Marke Reima auszustatten. Sie vertritt – genauso wie wir bei naBOSo – die Philosophie, dass Kinder bei jedem Wetter Zeit an der gesunden frischen Luft verbringen sollten, damit sie spielen und sich gesund entwickeln können.
Aus jahrelanger eigener Erfahrung empfehlen wir, für Ausflüge – besonders mit Kindern – unbedingt eine Kappe oder einen Sonnenhut einzupacken. Sie schützen vor Sonne und auch vor unerwarteten Regentropfen im Gesicht. Und natürlich eine Regenjacke, denn … man weiß ja nie. Nicht nur im Sommer sind für Kinder stylische und bruchsichere Sonnenbrillen Gold wert.

„Essen ist wichtig für die Nerven und für den Geist“, sagte Charles Bukowski. Wie wahr. Und auf dem Weg ins Abenteuer erst recht. Jede*r von uns kann sich sicher daran erinnern, was ein leerer Magen für miese Situationen zaubern kann. Und ein leerer Magen bei Kindern? Das willst du nicht – das darfst du nicht zulassen. Da besteht die Gefahr, dass sich dein kleiner Schatz plötzlich in einen unaufhaltsamen Tyrannosaurus verwandelt und die Welt zerstört – oder zumindest den Ausflug.
Als kleiner Snack für solche Krisen haben sich Proteinriegel, Nüsse und jegliches Trockenobst bewährt. Das sind tolle, gesündere Alternativen zu klassischen Schokoriegeln. Für Naschkatzen packt eine Tafel hochwertige Zartbitterschokolade ein – die könnt ihr euch teilen. Für die Kleinsten sind Obst-Quetschies eine super Erfindung der letzten Jahre, aber es lohnt sich, die Etiketten zu lesen und Varianten ohne Zusatzstoffe und ohne zugesetzten Zucker zu wählen.

Für eine ordentliche Brotzeit auf einem Ganztagesausflug ist statt Brot mit Schnitzel zum Beispiel ein Toast mit Schinken und Käse plus geschnittenes Gemüse eine tolle Alternative. Verpackt in einer hochwertigen Lunchbox, damit du später keine Tomaten im Rucksack jagen musst.
Aber mal ehrlich: Jede echte Ausflugsseele zögert nicht und packt Würstchen, Brot, Senf, Streichhölzer ein – und ab ans Feuer. Für Kinder das reinste Abenteuer. Sie können helfen, Holz sammeln, sich den perfekten Stock zum Grillen aussuchen, Papa zuschauen, wie er ihn vorsichtig schnitzt (oder es selbst mit ihrem eigenen kleinen Messer probieren), Mama beim Schneiden der Würstchen helfen, beobachten, wie man in der Natur ein Feuer macht, wie man es löscht … und überhaupt: Genau diese gemeinsamen Momente machen Ausflüge aus.

Vergesst den Flüssigkeitshaushalt nicht. Zwei Liter pro Erwachsene*n, ein Liter pro Kind. In der Realität gilt: so viel, wie ihr auf dem Rücken tragen könnt. Gesüßte Getränke sind auch eine (weniger gesunde) Option, aber Vorsicht – kontrolliert und schraubt die Flaschen nach den Kindern immer wieder fest zu, klebrige Sachen im Rucksack wollt ihr nicht. Für kühlere Tage und in den Bergen natürlich eine Thermoskanne mit Tee nicht vergessen. Und wusstest du, dass es auch Thermobehälter für Essen gibt? Dann könnt ihr ganz entspannt Omas Braten mitnehmen, ihn am Ziel feierlich essen – und zwar noch warm.

Erste-Hilfe-Set. Die Basis für Ausflüge (nicht nur) mit Kindern. Vielleicht kommt dir das übertrieben vor – ist es aber nicht. Ein gut ausgestattetes Erste-Hilfe-Set kann Leben retten, manchmal ganz wortwörtlich. Als Grundausstattung selbst für einen Tagesausflug sehen wir:
Eine einfache Checkliste fürs Reise-Erste-Hilfe-Set hat für euch auf Instagram die Ärztin MUDr. Martina Holičková alias Pediatrie s láskou vorbereitet.
Zu den klassischen Bewohnern von Wanderrucksäcken gehören natürlich Taschentücher, Feuchttücher, Handdesinfektion, ein kleines Messer, Streichhölzer oder Feuerzeug, Stirnlampe – und für echte Genießer eine Rolle vierlagiges Toilettenpapier.
Erfahrene Eltern bestätigen: Mehr als die Hälfte des Platzes nehmen am Ende Kuscheltiere, Autos, Puppen, Sandspielzeug und ähnliche „unverzichtbare“ Dinge ein, an die sich das Kind während des Ausflugs nicht einmal erinnert. Eine Variante: Sie warten im Auto. Die zweite: Der Zwerg trägt sie in seinem eigenen Rucksack. Vielleicht überlegt er oder sie dann, ob wirklich alle sieben Lieblingsautos nötig sind – oder ob ein einziges, allerliebstes Kuscheltier reicht.

Das ist die Frage. Natürlich hängt es vom Alter des Kindes ab. Den ganz Kleinen reicht meist Aufmerksamkeit: immer wieder „Wie macht die Kuh?“, einen Tannenzapfen in die Hand drücken, zwischendurch mal „huckepack“ nehmen und auf die schönen Dinge am Weg hinweisen. Bei Größeren braucht es schon etwas mehr Vorbereitung. Unterwegs lassen sich verschiedene Aufgaben und Spiele ausdenken.
Manches hat schon jemand für euch erfunden … wie zum Beispiel Geocaching. Anderes ist reine Fantasie: den perfekten Wanderstock aus „Waldgeschenken“ finden, wer als Erste*r hinter der nächsten Kurve ist, hörst du den Specht? Habt ihr schon ein Eichhörnchen gesehen? Irgendwann gehen einem die Ideen aus – deshalb haben wir ein paar Tipps vorbereitet, was ihr für Ausflüge einpacken könnt.
Kompass. Kinder lieben es, wie sich die Nadel von selbst dreht. Sie erkunden neugierig, wo sie sind, in welche Richtung sie gehen und wo die Sonne steht. Ganz nebenbei lernen sie Orientierung. Win-win.
Nicht weniger spannend – und genauso klein (also rucksacktauglich) – ist eine Lupe. Mit der Lupe lässt sich alles untersuchen, denn unter der Lupe sieht die Welt plötzlich ganz anders aus.

Und das bringt uns zum Gegenteil davon: dem Fernglas, denn die Ausblicke werden sich bestimmt lohnen. Mit etwas Glück entdeckt ihr ein Reh-Rudel, einen Hasen auf dem Feld oder sogar schon das Ziel, auf das ihr zusteuert. Es gibt nur eine Gefahr: Ihr vergesst, dass ihr das Fernglas dabei habt – und erinnert euch erst im Auto wieder daran.
Stirnlampe sollte in jeden Wanderrucksack, denn man weiß nie, was einen erwischt und wie sehr es einen aufhält. Kinder lieben Stirnlampen. Sie blinken, haben verschiedene Helligkeitsstufen – und was, wenn ihr auf eine Höhle stoßt? Mit Stirnlampe seid ihr die Held*innen.

Älteren Rabauken kannst du ein kleines Messer erlauben. Mit einem Schweizer Taschenmesser oder dem klassischen tschechischen „Rybička“ in der Tasche fühlen sie sich wie echte Abenteurer. Und außerdem – was, wenn euch unterwegs ein schöner Steinpilz „anspringt“? Den lasst ihr doch nicht stehen.
Wenn du dich traust, kannst du Kindern auch eine Kamera anvertrauen – diese gemeinsamen Erlebnisse sind es wert, im Familienalbum zu landen. Und Kinder haben ein erstaunlich gutes Gefühl für Bildkomposition, das ist bekannt.

Das Handy ist ein Kapitel für sich. Sei aber nicht stur und zwing Kinder nicht um jeden Preis, es zu Hause zu lassen. Auch mit dem Smartphone kann man in der Natur viel lernen: die Karte verfolgen, die Route im Blick behalten oder nachschauen, was das für ein seltsamer Käfer auf dem Stein ist. Oder ihr ladet vorher Apps herunter, die euren Weg auflockern – zum Beispiel fürs Geocaching.
Wenn ihr echte Ausflugsfans seid und jedes Wochenende die Schönheiten Tschechiens und der Slowakei abklappert, besorgt euren Kindern ein Reisetagebuch für Wanderungen. Diese Erinnerungen sind es wert, schwarz auf weiß festgehalten zu werden. Und Kinder können Ausflüge so treffend und wunderbar beschreiben. Unser Tipp ist der Osobní cestovní Bedekr – Kreativ zážitkář Moje Česko.

So. Jetzt wisst ihr alles – und nichts wird euch beim Ausflug mit Kindern überraschen. Schön wär’s. Seid tapfer, rüstet euch innerlich und nehmt die Kleinen mit raus: auf Ausflüge, in die Natur, gern auch auf eine richtige Wanderung (natürlich mit Blick auf ihre Möglichkeiten und eure Nerven). So gebt ihr wertvolle Erfahrungen weiter, zeigt ihnen Liebe zur Natur und auch zu euch selbst (solche sportlichen Leistungen sind schließlich nicht für jede*n). Und vor allem: Ihr werdet schnell merken, dass es keine Wissenschaft ist.
Kinder sind neugierig. Sie lieben es, zu entdecken und Neues kennenzulernen – dafür brauchen sie nur die richtigen Bedingungen und ein gutes Umfeld. Und außerdem: Gemeinsam verbrachte Zeit ist das Wertvollste, was wir unseren kleinen Zwergen, Rabauken und kleinen Wirbelwinden geben können.
🔎 Zeit draußen ist ein wichtiger Teil der Psychohygiene – nicht nur für Erwachsene, sondern auch für Kinder. Umfragen zeigen, dass die Hälfte der tschechischen Kinder weniger als eine Stunde pro Tag draußen verbringt. Mehr dazu im Artikel Dnešní děti moc nechodí ven a netuší, o co přicházejí.


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