Auswahl und Pflege von Schuhen Gehen, Bewegung und Gesundheit
Bedeutet eine dünne Sohle bei Barfußschuhen kalte Füße im Winter? Im Gegenteil. Dank Platz für die Zehen und Bewegungsfreiheit kehrt die natürliche Thermoregulation der Füße zurück.
Machst du dir Sorgen, was eisige Temperaturen mit deinen Füßen in Barefoots anstellen? Wenn man sich die dünne Sohle anschaut, ist es eigentlich logisch, dass du Zweifel hast. Wir können dich aber beruhigen: In Barfußschuhen drohen dir selbst bei klirrender Kälte keine Erfrierungen. Du musst dich nur ein wenig auf den Winter vorbereiten – dann setzen auch Temperaturen weit unter null deine Füße nicht außer Gefecht.
Dabei ist es gar nicht so entscheidend, ob du Winterschuhe, Sandalen oder Sneaker kaufst. Es gilt immer: Barefoots sollen federleicht sein. Neben der Tatsache, dass sie die natürliche Form des Fußes nachbilden, ist vor allem die „spezielle“ Sohle ihr Markenzeichen – bei der wir kurz bleiben.
Barfußschuhe haben nicht nur keinen Absatz (Nullsprengung), ihre Sohle ist außerdem komplett flach und sehr dünn (meist 3–5 mm). Dadurch ist sie gut biegsam und lässt den Fuß den Untergrund, auf dem du gerade gehst, deutlich besser wahrnehmen.
Normale Schuhe sind steif und haben eine hohe Sohle. Im Vergleich zu Barefoots sind sie schmal, ziehen den Fuß unnatürlich zusammen und drücken ihn. Dadurch kann er nicht nur Unebenheiten am Boden schlechter spüren, sondern sich beim Gehen auch nicht natürlich bewegen und gut durchbluten. Und dir wird logischerweise viel schneller kalt.
Wenn wir dann noch dazunehmen, dass wir in gefütterten Winterschuhen oft auch warme Socken tragen, kann man sagen: Unsere Füße sind ziemlich verwöhnt.
Ohne echte Aktivität wärmt sich dein Fuß eben nicht einfach von selbst auf. Sobald du dir aber Barefoots zulegst und lernst, darin richtig zu gehen, gewinnen deine Füße ihre natürliche Fähigkeit zur Thermoregulation zurück – und dir wird beim Spaziergang ganz sicher nicht kalt.
Beim Gehen sind die Fußmuskeln dank Schuhen mit ausreichend Platz deutlich aktiver und können sich frei bewegen. Das regt die Durchblutung an, der Fuß wird gut durchblutet und wird für sich selbst zur Wärmequelle.
Dass deinen Fuß nur etwa drei Millimeter vom Boden trennen, bringt natürlich ein höheres Risiko mit sich, dass dir von unten her kalt wird. Zum Beispiel, wenn du bei nasskaltem Januarwetter 30 Minuten an der Bushaltestelle wartest. Bei längerem Stehen an einem Ort sind die Muskeln in den Füßen in Ruhe, können sich nicht aufwärmen und kühlen schneller aus. Dann ist es definitiv keine gute Idee, einfach regungslos stehen zu bleiben.
Du kannst deine Füße mit verschiedenen Übungen aktiv halten – das Gewicht von den Zehen auf die Fersen verlagern, den Fuß im Sprunggelenk kreisen oder die Zehen nach und nach anheben und spreizen.
Und woran merkst du, dass deine Füße wirklich leiden? Das erste Warnsignal ist, dass die Füße – vor allem die Zehen – wie taub werden. Das liegt daran, dass sich durch die Kälte die Blutgefäße zusammenziehen. Wenn du dann die Schuhe ausziehst, fällt dir auf, dass der Fuß seine natürlich rosige Farbe verloren hat (wieder ein Zeichen für zu wenig Durchblutung) und blasser geworden ist.
All das sind Anzeichen dafür, dass die Füße Wärme brauchen.
Auch bei kaltem Wetter musst du auf Barfußschuhe nicht verzichten. Manche schaffen es natürlich, selbst im Winter Sneaker zu tragen – so wie andere bei Temperaturen um null ganz entspannt in Shorts unterwegs sind. Die meisten von uns kommen mit Temperaturen unter 0 °C aber etwas schlechter zurecht, und nicht immer können wir uns darauf verlassen, dass uns zum Beispiel die Heizung im Auto wärmt.
Winter-Barefoots sind meist knöchelhoch, weil gerade im Knöchelbereich viel Wärme aus dem Körper entweicht. Für Damen gibt es von mehreren Marken auch Barfußstiefel.
Viele Modelle bekommst du außerdem gefüttert – innen mit echtem Lammfell, Kunstfell oder einem wärmenden Futter mit Membran.
Wie du deinen Fuß richtig misst, weißt du bereits. Schauen wir uns aber kurz die Zugabe an. Für alle, die es nicht kennen: Die Zugabe ist der freie Platz im vorderen Bereich des Schuhs, der dem Fuß ermöglicht, beim Gehen richtig zu arbeiten. Bei Schuhen für Erwachsene sollte sie etwa 5–10 mm betragen, bei Kinderschuhen 9–12 mm. Wenn du Winterschuhe kaufst, denk daran, im Schuh gegebenenfalls Platz für warme Socken oder auch eine Thermoeinlage zu lassen.
LEGUANO HUSKY wirst du beim ersten Anziehen lieben. Die typische Sohle ist komplett flexibel – genauso wie der ganze Schuh – und das Tragegefühl ist unschlagbar. In Kombination mit wasserabweisendem Material und warmem Fellfutter meisterst du damit auch winterliche Ausflüge im Schnee. Eine tolle Alternative, die du von Herbst bis Frühling tragen kannst, sind auch die Modelle LEGUANO KOSMO oder ICEBARE. Für einen milden Stadtwinter reichen dir die niedrigen, gefütterten LEGUANO GALAXO.
Unsere eigene Marke RAYVE bringt hochwertige Winter-Barfußschuhe für Kinder und Erwachsene, die Komfort, Stil und Alltagstauglichkeit verbinden. Im Sortiment findest du für Erwachsene Leder-gefütterte Modelle mit Membran oder Wolle – ebenso wie Lederschuhe, Schneestiefel und Winter-Krabbelschuhe für Kinder.
Wenn du Schuhe suchst, mit denen du frostige Tage und auch eine ordentliche Portion Schnee gut meisterst, schau dir RAYVE UTAH 3.0 an. Du bekommst sie in fünf Farben und in den Größen 36-46 – damit finden Damen und Herren das Passende. Das Nubuk-Obermaterial ist dank TEX-Membran feuchtigkeitsresistent und innen wärmt natürliche Schafwolle. Die Sohle mit markantem Profil hält auch auf Nässe und Schnee sicher. Die breite Zehenbox gibt den Zehen die Freiheit, die du im Winter besonders schätzen wirst.
Wenn du elegante Winterstiefel für die Stadt suchst, sind ANGLES die klare Wahl. Stylische knöchelhohe Modelle und Chelsea Boots sehen zu jedem Outfit großartig aus. Du entscheidest, ob du ein komplett ledernes Modell möchtest oder Schuhe mit Futter aus Schafwolle.
Bei uns gehören ANGLES NYX WINTER WOOL 2.0 und ORPHEUS WINTER ZIP 2.0, gefütterte Modelle aus Glattleder mit Wollfutter, zu den beliebtesten – sie kommen auch mit Frost zurecht (Nyx sind Chelsea, Orpheus sind knöchelhoch mit Reißverschluss). Wenn du etwas Leichteres für den Herbst und kühlere Tage suchst, greif zu den eleganten bordeauxfarbenen Lack-Chelsea ANGLES ORION.
Wenn du hohe Schuhe bevorzugst, greif zu Barfußstiefeln, die perfekt zu Kleidern, Röcken und Hosen passen. Ein eleganter Klassiker sind komplett lederne Stiefel in Schwarz oder Braun, die du für frostige Tage auch in einer gefütterten Version mit Wollfutter bekommst. Für alle, die einen niedrigeren Schaft bevorzugen, sind Halbstiefel mit wolligem Fellfutter.
Die tschechische Marke BENNON ist durch Arbeits- und Outdoor-Schuhe gut bekannt und bringt in letzter Zeit auch Barfußmodelle heraus, die Praktikabilität mit Komfort verbinden. Im Sortiment findest du winterliche knöchelhohe Schuhe, gedacht für den Alltag in der Stadt, für Spaziergänge in der Natur und für kühleres Wetter. Das Obermaterial aus robustem Mikrofaser-Material hält auch anspruchsvolleren Outdoor-Bedingungen stand, und das gefütterte Plüschfutter sorgt an frostigen Tagen für angenehme Wärme.
Die kroatische Marke FRODDO bietet preiswerte Winter-Barfußschuhe, die Stil und Funktion super kombinieren. Du kannst zwischen bequemen Schnürmodellen mit warmem Fellfutter und Membran oder eleganten Chelsea Boots aus Vollleder wählen.

Egal, für welche Marke du dich entscheidest: Winterschuhe halten länger, wenn du sie richtig pflegst. Schnee, Nässe und Streusalz können ihnen ganz schön zusetzen. Hilfreich sind regelmäßiges Imprägnieren, abends das Abwischen von Salz und langsames Trocknen bei Zimmertemperatur (den Heizkörper lieber weglassen). Alles Wichtige findest du im Artikel Schuhpflege im Winter: Die häufigsten Probleme und wie du sie richtig löst.
Wenn du im Winter nicht auf deine Lieblings-Knöchelschuhe verzichten willst, ist es ganz einfach: Greif zu Wolleinlagen mit einer Aluminiumschicht, die Wärmeverluste reduziert – damit bleiben deine Füße auch unter dem Gefrierpunkt warm.
Leider verlieren unsere Füße ihre natürliche Thermoregulation durch das Tragen enger Schuhe und Socken. Das ist aber nichts, was sich nicht wieder verbessern ließe. Genau hier kann eine schrittweise Abhärtung sehr helfen – dadurch verbesserst du nicht nur deine Abwehrkräfte, sondern auch dein Temperaturempfinden. Neben regelmäßigen kalten Duschen und dem Übergießen der Füße mit kaltem Wasser kannst du auch barfuß durch Gras mit Morgentau gehen oder ein paar Minuten im Schnee laufen.
Wenn du im Hinterkopf behältst, dass unsere Füße kühle Temperaturen unter 5 °C schlechter vertragen, und die Auswahl deiner Winterschuhe entsprechend anpasst, kannst du Barefoots das ganze Jahr über ohne Bedenken tragen. Wenn du zusätzlich zu Wintereinlagen auch regelmäßige Übungen zur Kräftigung der Füße und Abhärtung einbaust, wirst du sehen: Auch im Winter müssen deine Füße nicht leiden.
Warme Füßchen auch bei Winterspaziergängen, Schneemannbauen und Rodeln? Gefütterte Winter-Barfußschuhe schaffen das. Warmes Fellfutter in Kombination mit Leder oder einer wasserdichten Membran hält Kinderfüße bei Winterspaß trocken und warm. Bei der Auswahl von Kinderschuhen für den Winter hilft dir dieser Artikel: So wählst du Winter-Barfußschuhe für Kinder: Von Krabbelschuhen bis zu Schuhen für Schulkinder.

Sie befinden sich derzeit auf www.premiumbarefoot.at