Geschichten und Marken Auswahl und Pflege von Schuhen Bewertungen
Wir haben die weißen Barfuß-Sneaker leguano amalfi getestet, die du am Fuß kaum spürst. Eleganz trifft maximalen Komfort – für jede Gelegenheit.
| Getestetes Modell | LEGUANO AMALFI White |
| Einsatzbereich | Freizeitaktivitäten, Stadt |
| Obermaterial | 100 % Polyester |
| Sohle | 100 % LIFOLIT®, flexibel, rutschhemmend |
| Schnitt | geeignet für mittelbreite bis schmalere Füße |
| Farbvarianten | weiß, schwarz |
| Verfügbare Größen | 36–44 |
| Preis | 4 399 Kč |
| Testbedingungen | beim Fotografieren in Italien, in den Bergen und im Meer |
| Hersteller | deutsche Marke leguano |
Mit Barfußschuhen hatte ich bis jetzt keine eigenen Erfahrungen. Ich bin weder ein Fan von High Heels noch von klassischen Pumps, und den Großteil des Sommers verbringe ich normalerweise in leichten, aber eher stabilen Schuhen. Für mein erstes Kennenlernen mit Barfußschuhen habe ich deshalb zu den weißen Sneakern leguano amalfi gegriffen: optisch sehr schmeichelhaft und passend zu jedem – nicht nur sommerlichen – Outfit. Und wenn sie schon nach meiner Lieblingsstadt in Italien, Amalfi, benannt sind, dann testet man sie am besten auch genau dort: in Italien.
LEGUANO AMALFI White sind Schuhe, die in Deutschland hergestellt und von Italien inspiriert sind. Sie kombinieren angenehm weiches Textil mit einer dünnen, flexiblen Sohle und sorgen für außergewöhnlichen Komfort.
An- und Ausziehen ist ganz normal – wie bei anderen Sneakern auch. Den Unterschied spürst du aber schon bei den ersten Schritten. Obwohl ich Schuhe dieses Typs bis dahin noch nie getragen hatte, hatte ich nicht einen Moment lang das kleinste Unbehagen. Weder Beine noch Füße taten mir weh, und von Blasen – die ich sonst bei jedem neuen Paar bekomme – konnte ich diesmal nur träumen. Die Schuhe sitzen perfekt, passen sich Fuß und Untergrund hervorragend an, und das Gehen darin ist angenehm und flott.
Die Farbgebung folgt aktuellen Modetrends, und Weiß passt wirklich zu fast allem. Sie wirkt zugleich schmeichelhaft und elegant – du kannst die Schuhe also genauso gut zu Jeans wie zu Rock oder einem festlichen Kleid tragen. Leider werden diese Sneaker wegen der dünnen Sohle leicht und schnell schmutzig, deshalb brauchen sie häufiger eine Wäsche – was ihnen aber in keiner Weise schadet.
Die feine Spitze am Obermaterial sieht zwar elegant aus, doch Schmutz setzt sich darin deutlich leichter fest. Durch die textile Oberfläche lassen sich die Schuhe nicht schnell reinigen – etwa einfach kurz mit einem feuchten Tuch abwischen. Ohne gelegentliches Waschen geht es also nicht.
Ich habe die Sneaker im Laden abgeholt und bin nur zwei Tage später mit ihnen nach Süditalien aufgebrochen – genauer gesagt nach Apulien. Dort erwartete mich eine Woche voller Shootings und Reisen durch die Städte und Dörfer der Region. Die Wettervorhersage versprach Temperaturen über 30 °C, und ich war etwas nervös, wie ich die Reise in komplett neuen Schuhen – noch dazu geschlossenen – meistern würde. Am Ende stellte sich heraus: Jede Sorge war völlig unbegründet.
Trotz der hohen Außentemperaturen habe ich die Schuhe am Fuß kaum gespürt, und selbst nach intensivem Tragen – sieben Tage die Woche und im Schnitt 25.000 Schritten pro Tag – hatte ich keine einzige Blase oder andere Druckstelle. Die amalfi machten ihrem Namen alle Ehre: In Italien fühlten sie sich wie zu Hause an.
Die einzige kleine Hürde waren glatte Oberflächen der dortigen Stadtpflaster – in den Altstädten ist das Pflaster etwas anders als das, was wir von zu Hause kennen. Die Straßen sind mit hellen Steinblöcken gepflastert, die an manchen stark frequentierten Stellen (meist Bordsteine an Zebrastreifen) eher an einen gewachsten Boden erinnern. Auf solchen Flächen können die Schuhe leicht wegrutschen.
Ähnlich verhalten sie sich auch auf Glasbausteinen (vor manchen Geschäften ist diese Art Straßenbelag in Italien recht üblich) oder auf lackierten, nassen Flächen (frisch gestrichene Zebrastreifen usw.). In Prag oder anderen tschechischen Städten musst du dieses Problem meistens nicht lösen.
Ein deutlich größerer Unterschied zwischen dem Herumlaufen in apulischen Dörfern und Prag war die – schon mehrfach erwähnte – Sauberkeit. Weil ich wirklich leidenschaftlich gern zu Fuß unterwegs bin und die meisten Wege in der Stadt – ob zu Hause oder im Ausland – möglichst zu Fuß erledige, sieht man diese Belastung dem Schuh leider schnell an.
Während es in den Zentren der italienischen Altstädte relativ sauber ist, sieht die Situation in einer geschäftigen Großstadt natürlich anders aus. Und so habe ich die Schuhe während meines Aufenthalts in Italien kaum einmal gewaschen – in Prag hätten sie die Waschmaschine schon nach nur zwei Tagen ganztägigem Tragen verdient.
Die Küste Apuliens ist felsig, wunderschön und atemberaubend. Den Spaziergängen über dem Meer konnte ich natürlich nicht widerstehen und habe die bequemen und sicheren Gassen der Altstädte oft verlassen. Auch in diesem Terrain haben mich die Schuhe kein einziges Mal im Stich gelassen. Die Sohle haftete völlig problemlos auf den Felsen, rutschte nicht, und jeder Schritt war sicher und stabil – ich habe nicht die kleinste Unsicherheit gespürt.
Mir ist klar, dass es sich um Stadt- und nicht um Trekkingschuhe handelt. Wenn du auf Reisen aber zwischendurch mal in natürliches Gelände abbiegen möchtest, kannst du dich auf die Schuhe mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit verlassen.
So wie diese Sneaker keine Trekkingschuhe sind, sind sie vermutlich auch nicht fürs Wasser gedacht. Trotzdem war ich mehr als einmal gezwungen, mit ihnen im Meer zu schwimmen. Wenn du den ganzen Vormittag im Hafen herumläufst, alte, wettergegerbte Fischer fotografierst und fasziniert ihre täglichen Fänge betrachtest – darunter unzählige Seeigel –, dann bist du beim Einstieg ins Meer direkt von den Felsen aus ziemlich nervös.
Die Städtchen Molfetta und Trani nordwestlich von Bari liegen direkt an der Küste, und man kann sogar mitten im Zentrum der Altstadt direkt unter den örtlichen Kirchen baden. Wer könnte da widerstehen? Die steinernen Molen aus Wellenbrechern verwandeln sich mittags in einen Stadtstrand, den fast nur Einheimische nutzen – der Einstieg ins Wasser ist in diesem Gelände aber doch etwas adrenalinhaltiger. Also habe ich es gewagt und bin über algenbewachsene Felsbrocken sogar in Sneakern ins Meer gegangen.
Wieder das Gleiche: Ich habe sie am Fuß fast nicht gespürt. Sie halfen mir, meine Angst vor Seeigelstacheln und rutschigen Steinen zu überwinden, sodass ich mich an heißen Tagen problemlos abkühlen konnte. Das Salzwasser hat ihnen – so scheint es – nicht geschadet, und nach einem ordentlichen Bad näherte sich ihre Farbe wieder ein Stück mehr dem Weiß an.
Natürlich sind das keine Schuhe, die klassische Wasserschuhe ersetzen. Aber wenn es sein muss, können sie gelegentlich auch dafür herhalten. Und weil ich den ganzen Sommer über bisher kein Glück mit Regen hatte, habe ich ihre Wasserresistenz zumindest auf diese Weise getestet.
Auch wenn es mir in erster Linie immer um Praktikabilität und vor allem Komfort geht: Ab und zu soll es für uns Frauen eben auch gut aussehen. In dieser Hinsicht erfüllen die Schuhe ihre Aufgabe perfekt. Ich trage sie in der Stadt und im Büro, ich gebe darin Fotokurse im Klassenraum und draußen im Gelände – und ich ziehe sie auch auf dem Weg ins Theater oder zu einer Vernissage an. In allen Fällen ernten sowohl ich als auch die Schuhe viel Bewunderung.
Es ist wirklich ein Modell, das du zu jedem Outfit tragen kannst. Wenn du eine kleine Wohnung und einen noch kleineren Schuhschrank hast, wirst du diese Praktikabilität umso mehr zu schätzen wissen.
Ich gehöre nicht zu den Frauen, die zu jedem Outfit ein anderes Paar Schuhe brauchen. Wenn ich ein Modell liebe, kann ich problemlos eine ganze Saison – und oft nicht nur eine – darin unterwegs sein. Dieses Modell ist unglaublich bequem, sieht toll aus, und ich habe mich schon beim ersten gemeinsamen „Schritt“ in die Schuhe verliebt.
Deshalb hoffe ich, dass ihnen das häufigere Waschen nicht allzu sehr zusetzt – und dass ich mit ihnen bis zum ersten Schnee dieses Jahres durch die Stadt laufen kann. Denn sie sind einfach großartig.
Johana Kupčáková, ursprünglich aus České Budějovice, ist Absolventin und seit 2013 auch Dozentin der Schule für kreative Fotografie in Prag. Intensiver widmet sie sich der Fotografie seit 2008. In dieser Zeit hat sie mehrere Gruppen- und Einzelausstellungen im In- und Ausland absolviert, und ihre Fotos wurden in mehreren Fotopublikationen veröffentlicht. 2012 erhielt sie die Auszeichnung „Fotografin des Jahres“ des Magazins FotoVideo, ihre Bilder erschienen im renommierten Nikon-Kalender, und sie ist aktives Mitglied der weltweiten Fotocommunity Women Street Photographers.
Zur Fotografie brachte sie ihre zweite große Leidenschaft: das Reisen. Genau diese beiden größten Hobbys versucht sie aktiv miteinander zu verbinden. Auch wenn sie von ihrem Umfeld eher als vielseitige Fotografin wahrgenommen wird, konzentriert sie sich vor allem auf humanistische Fotografie und damit verbundene Szenen aus dem Alltag.

Sie befinden sich derzeit auf www.premiumbarefoot.at